Der vorletzte Aufenthalt auf unserer Reise ist Donaustauf, ein Ort an der Donau nahe Regensburg. Zwei Sehenswürdigkeiten interessieren uns hier ganz besonders: die Walhalla und der Donaudurchbruch mit dem Kloster Weltenburg.
Wir checken im Posthotel in Donaustauf ein, danach machen wir uns auf den Weg zur Walhalla und kehren im Historischen Armen Spital, einem kleinen Lokal mit Biergarten, zum Mittagessen ein. Nach einem feinen bayrischen Essen wandern wir weiter hinauf zur Anhöhe, wo die Walhalla steht. Der imposante, klassizistische Bau in Gestalt eines von Säulen umgebenen Tempels entstand im Auftrag des bayerischen Königs Ludwigs I. (reg. 1825-1848) und ist eines der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler des 19. Jahrhunderts. Die Idee Ludwigs war, einen Gedächtnisort zu schaffen, an dem verdiente deutschsprachige Männer und Frauen gewürdigt werden sollten. Der Name »Walhalla« mit Bezug auf das gleichnamige Kriegerparadies der germanischen Mythologie gewählt.
Und wenn wir schon mal hier sind, wollen wir uns das Ganze auch von innen ansehen. Die grosse Halle ist ebenfalls ganz mit Marmor verkleidet und an den Wänden waren ursprünglich einmal 96 Büsten berühmter Persönlichkeiten aufgereiht – heute sind es wesentlich mehr. Wirklich beeindruckend, wir laufen fast ehrfürchtig den Wänden entlang und schauen, wer alles verewigt wurde.
Wir steigen die vielen Treppen hinunter, wandern durch den Wald und der Donau entlang zurück zum Hotel.
Am nächsten Tag steht unsere Rundwanderung zum Donaudurchbruch an. Startpunkt ist in Kelheim am Anlegeplatz der Schifffahrt. Von hier aus wandern wir flussaufwärts an der Donau entlang in Richtung Westen. Am Anfang ist der Weg geteert und ist direkt am Wasser. Knapp zwei Kilometer sind es bis zur Einsiedelei Klösterl, leider scheint sie schon seit längerem geschlossen zu sein. Also wandern wir weiter, vorbei an 2 Naturhöhlen, danach wandern wir leicht bergauf. Der Uferweg ist wegen der Felsen im eigentlichen Durchbruch irgendwann zu Ende.
Nun führt der Weg oberhalb des Durchbruchs im Wald weiter bis zu einem spektakulären Aussichtspunkt. Von hier sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite nun das Kloster Weltenburg – eine der schönsten Perspektiven auf das weltberühmte Gebäude. Fast scheint es so, als ob das es auf einer Insel stehen würde. Dabei macht die Donau hier nur eine sehr starke Kurve. In den Donaudurchbruch können wir auch nicht wirklich hinunter sehen, man erahnt nur die Anfänge davon. Danach steigen wir auf einem steilen Weg wieder hinab zur Donau und sind bald schon beim Anlegeplatz der Seilfähre, welche uns auf die andere Seite des Flusses bringt. Noch ein kurzes Stück und wir sind im Kloster angelangt.
Es wimmelt von Besuchern, wir ergattern noch einen Platz im Biergarten und machen erst einmal Pause. Auch nachher hat es einfach zuviele Leute, alsomachen wir uns auf den Rückweg nach Kelheim.
Zuerst geht es wieder steil nach oben, bald haben wir jedoch den Wald erreicht. Unter den schattigen Bäumen erreichen wir nach einiger Zeit noch einen Aussichtspunkt, dem Wieser Kreuz. Von hier haben wir wohl die beste Aussicht auf den Donaudruchbruch. Danach geht es nochmals steil hinunter, bis wir aus dem Wald in Kelheim ankommen. Das letzte Stück führt durch die Häuser bis zur Donau-Brücke, welche wir überqueren und wieder zu unserem Auto kommen.
Routenverlauf
Parkplatz P5 Kelheim – Einsiedelei Klösterle – Aussichtspunkt Kloster Weltenburg – Stausacker Seilfähre – Kloster Weltenburg – Wieser Kreuz – Parkplatz P5 Kelheim
Länge: 13.4 km
Zeit: 4:30 h, Aufstieg: 432 m, Abstieg: 432 m


Sehr beeindruckend die Walhalla, tolle Fotos. Herzliche Grüsse
Dankeschön!🦁