Der nächste Wegteil führt uns von Winterthur Hegi nach Kollbrunn. Dazu parkieren wir am Kollbrunner Bahnhof und fahren mit dem Zug an den Start der Wanderung. Zuerst geht es auf Hartbelag bis zur Bahnunterführung, wo die Via Natura nach rechts abzweigt und nach einigen Metern direkt in den Wald um den Hegiberg hinein und auch über Treppen steil hinauf führt.
Nachdem wir einige Zeit durch den Herbstwald gewandert sind, entdecken wir nach einer Abzweigung ein eigenartiges Gebilde. Von den detaillierten Informationstafeln lernen wir, dass wir vor einem Kohlenmeiler stehen, wo immer wieder Holzkohle produziert wird.
Aus dem Wald hinaus geht es etwas hinab in den Weiler Ricketwil. Und schon steigen wir wieder hinauf auf den nächsten Hügelzug, den Hulmen. Weiter wandern wir auf einem schönen Waldweg, bevor wir dann am Waldrand entlang nach Eidberg kommen. Im Restaurant Frohsinn machen wir Mittagspause.
Als wir aus dem Restaurant kommen, beginnt es zu regnen – Petrus will nicht warten, bis wir am Ziel sind. Also Regenjacke und -hut angezogen, den Rucksack regenfest gemacht und los geht es ins Heitertal hinunter. Wir wandern an der Heitertal-Mühle und an einem versteckten Weiher vorbei in den nächsten Wald hinauf nach Nussberg.
Der Regen begleitet uns durch das Dorf und wieder etwas hinunter, bis wir vor einer steilen Metalltreppe stehen. Vorsichtig steigen wir da hinunter.
Unten im Rörlitobel angekommen stehen wir vor dem Wasserfall Giessen Bäntal, der über eine Nagelfluhwand strömt.. Etwa 500 m weiter befindet sich der eigentliche Höhepunkt der Etappe, die Tüfels Chilen, eine der letzten naturbelassenen Quellen im Schweizer Mittelland. Wegen der Nässe und weil wir sie schon bei einer anderen Wanderung besichtigt haben, wandern wir an ihr vorbei durch das Tobel hinunter. Nach einiger Zeit verzweigen sich die Wanderwege. Der eine geht durch das Tobel, die Via Natura zum Gratweg des Bäntals.
Wir überlegen einen Moment, dann wagen wir uns hinauf. Was am Anfang noch relativ einfach aussieht, wird zunehmend abenteuerlicher. Der Weg ist schmal, führt über Wurzeln, bedeckt mit jeder Menge nasser Blätter. Volle Konzentration ist gefordert, das Tageslicht verschwindet auch schon langsam und wir wollen ja nicht noch auf den letzten Metern ausrutschen.
Irgendwann erreichen wir den Ortsrand von Kollbrunn. Durch das Dorf führt der Weg zurück zum Bahnhof.
Routenverlauf
Bahnhof Winterthur Hegi – Hegiberg – Unter-Ricketswil – Eidberg – Nussberg – Tüfels Chillen – Bahnhof Kollbrunn
Länge: 14 km
Dauer: 4 h, Aufstieg: 524 m, Abstieg: 491 m


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