TST – 16. Etappe Sörenberg-Giswil

von | 30. Sep, 2018 | Trans Swiss Trail, Weitwandern | 2 Kommentare

Wir starten in Giswil mit dem Postauto, welches uns über den Glaubenbielen-Pass nach Sörenberg bringt. Erst beim Recherchieren haben wir herausgefunden, dass diese Strecke eine Panoramastrasse ist. Und damit wird nicht zuviel versprochen. Bei wunderbarem Wetter fährt der Postauto-Chauffeur durch viele Kehren hoch zum Pass – da die Strasse ziemlich eng ist, wird das Kreuzen für einige Autofahrer fast schon ein Abenteuer. Und unser Chauffeur erklärt uns das ganze Panorama wie ein Reiseführer, echt toller Service und sehr interessant. Die Aussicht ist auch wirklich sensationell. Viele der Passagiere steigen in der Mörlialp aus, einige verlassen das Auto unterhalb des Glaubenbielen-Passes beim Parkplatz und die letzten ausser uns steigen bei der Talstation der Brienzer Rothorn-Bahn aus. Wir fahren weiter bis Sörenberg Post, wo unser Weg nach Giswil beginnt.

Wir wandern in Richtung Glaubenbielen. Nach 30m gehts links auf einem Quartiersträsschen bergauf, am Hallenbad vorbei und zum oberen Dorfrand. Nach einem Stück Waldweg kommen wir an den Flüehütten vorbei, wo zuerst eine Betonpiste, dann schöne Alpwege sanft bergauf führen. Sumpfige Stellen werden oft auf Holzbalken überbrückt. Bei der Alp Schwendeli gehts rechts um das Gebäude herum, dort ist etwas versteckt der Wegweiser zu finden.  Am Wegrand finden wir sogar noch Enzian, der blüht.

Weiter geht es hinauf auf ein Alpsträsschen, dem wir bis zum Glaubenbielen-Parkplatz folgen.  Von hier hat man den ersten Ausblick in Richtung Pilatus, Rigi und Stanserhorn.

Wer nun wie wir meint, wir seien jetzt schon fast oben, irrt sich. Am Anfang war die Streckenführung wirklich auf der Passstrasse bis zur Passhöhe, da man aber versucht, möglichst viel Hartbelag zu umgehen, überqueren wir die Strasse und steigen weiter hoch in ein Quertal in Richtung Giswiler Stock, dem imposanten Hausberg von Giswil.

Bei Fontanen verzweigt der Weg, bis hierher sind wir auch auf dem Giswiler Älplermagronenpfad unterwegs – nur haben wir nirgends eine Möglichkeit gefunden, auch davon zu probieren, schade! Disteln und Blumen begleiten uns auf dem Weg. Wir steigen am Fusse des Giswiler Stocks hoch zur höchsten Stelle, heute, welche sich auf 1734m befindet.

Wenn man hier oben steht und diese wunderschöne Aussicht geniesst, möchte noch nicht unbedingt darüber nachdenken, dass man hier auch wieder hinunterlaufen muss. Und hier kommt unser heutiger Challenge, wir dürfen 1350 hm hinter uns bringen, bis wir in Giswil ankommen.

Hier beginnt der lange Abstieg. Wir wandern über die Alpwiesen hinunter nach Alpoglen, danach ein Stück über eine Alpstrasse, bis es nach rechts in den Wald geht, wo der Weg links oder rechts oder sogar mittendrin eines (meist) ausgetrockneten Bachbetts bergab führt. Zwischendurch ist Vorsicht geboten, da es plötzlich wieder feucht und damit ziemlich rutschig ist. Auf dem ganzen Weg hinunter hat es Pilze, soviele haben wir noch nie gesehen.

Dann sind wir auf der alten Giswiler-Strasse und ich glaube schon, jetzt wird es ein bisschen bequemer. Aber es geht wieder in den Wald und es geht nochmals aufwärts, bis wir den Einstieg in Schlucht des Altibachs erreichen. Wer den Strickliweg am Etzel kennt, weiss was ich meine, wenn ich vom Strickliweg hoch zwei rede. Über viele Treppenstufen geht es sehr steil hinab in die Schlucht. Auch hier muss man vorsichtig sein, da es immer wieder feuchte Stellen hat. Aber schlussendlich gelangen wir hinunter in den Talboden und wandern dem Fluss entlang zum Bahnhof Giswil.

Routenverlauf

 

 

 

Sörenberg – Flüehütten – Alp Schwendeli – Glaubenbielen Parkplatz – Jänzimatt – Fontanen – Alp Alpoglen – Sandbodenwald – Pörterwald – Rüttimatt – Sörenberg

Länge: 19,5 km, Dauer: 6 h 30, Aufstieg: 700 m, Abstieg: 1350 m

Nützliche Links

Die detaillierten Beschreibungen dazu finden sich auf wandersite.ch/TransSwissTrail sowie Kartenmaterial und weitere Details auf schweizmobil.ch/de/wanderland/route-02.

 

 

2 Kommentare

    • das wars, wir sind beide ein wenig leidend heute – immer diese Muskelbüsis???

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