Szeged – unsere Reise geht jetzt richtig los

von | 9. Aug, 2019 | Reisen, Osteuropa, Siebenbürgen | 0 Kommentare

Am 5. August treffen wir mit unseren Freunden Christine und Mauro in Szeged zusammen. Von hier aus geht es zusammen in neun Tagen weiter durch Siebenbürgen und den Norden Ungarns. Fast gleichzeitig treffen wir vier in unserem Hotel ein und machen uns nach einer kurzen Pause auf den Weg, diese Stadt zu erkunden.

Wir wandern zuerst an das Ufer der Theiss. Hier steht ein grosses Denkmal, dass an das katastrophale Hochwasser im Jahr 1879 erinnert – es zerstörte die Stadt zu 95 %. Von den rund 6000 Häusern blieben nur 300 von der Überschwemmung verschont. Die Stadt wurde mit internationaler Hilfe wieder aufgebaut, wobei praktisch alles neu geplant und angelegt wurde. Heute hat es am Ufer Verbauungen, welche die künftigen Hochwasser abhalten und die Stadt schützen sollen.

Dadurch erklärt sich die Struktur der Straßen der Stadt mit Ringen und strahlenförmigen Wegen. Die Ringstraßen tragen heute die Namen der Städte, die beim Wiederaufbau geholfen haben. Mit seinem einheitlichen Stadtbild, den Palästen der Innenstadt sowie den großzügigen Parks und Plätzen erhielt Szeged den Charakter einer modernen europäischen Stadt. Wir flanieren auch nach einem guten Abendessen nochmals über die schönen Plätze und geniessen den schönen Abend.

 

Am 6. August geht es weiter nach Rumänien. Ziel ist heute Sibiu (deutsch: Hermannstadt) in Siebenbürgen. Nach dem Grenzübertritt fahren wir zuerst auf einer gut ausgebauten Autobahn – nichts deutet auf schlechte Strassen hin. Damit machen wir erst Erfahrungen, als wir unser Mittagsziel Timișoara ansteuern. Kaum von der Autobahn fangen schon die Schlaglöcher an. Wir wollen uns das Zentrum ansehen, wo sich am zentralen Platz, der Piața Victoriei, zahlreiche barocke Gebäude sowie die Kathedrale der Heiligen drei Hierarchen (Catedrala Mitropolitană) mit ihren Mosaikziegeln und der Ikonengalerie befinden. Nach einem Spaziergang und einem kleinen Mittagessen geht es weiter in Richtung Sibiu. Leider fehlt ein grosses Stück der Autobahn, weil diese erst gebaut wird. Also ist der ganze Verkehr auf der einzigen Hauptstrasse, was die Reise ziemlich beschwerlich macht, vor allem Lastwagen sind schwer zu überholen und die Rumänen sind nicht gerade die geduldigsten Leute, die kommen dann schon mal so von hinten angebraust und würgen vor uns wieder rein.

Das letzte Stück ist dann wieder angenehmer zu fahren und wir erreichen im späteren Nachmittag Sibiu. Nach dem Hotelbezug wandern wir in die nahe gelegende Altstadt, welche mit den Plätzen und vielen Restaurants wirklich sehenswert ist. Hier sind auch viele Leute unterwegs und es ist echt schwierig, in einem der Restaurants einen Tisch zu ergattern. Schliesslich schaffen wir es doch und geniess ein Abendessen mit einem sehr guten rumänischen Rotwein.

Am zweiten Tag in Sibiu wandern wir durch den Erlenpark, da mit meinem Knie leider noch keine Wanderung im Cindrel-Gebirge möglich ist. Dieser Park ist in der Stadt, aber ein wunderschönes Erholungsgebiet mit vielen alten Bäumen und Blumen. Danach spazieren wir wieder zurück durch die Stadt – interessant sind auch die speziellen Verkabelungen, welche hier überall in allen Ausführungen zu sehen sind. Das wäre in der Schweiz unmöglich!

Und sonst sind wir einfach am Geniessen, zum Beispiel bestellen wir abends  Rindsfilet im Restaurant Tango. Gestern stand das im Restaurant Kulinarium zwar auch auf der Karte, jedoch war es nicht lieferbar. Heute sind wir extra nochmals dorthin fragen gegangen, weil uns versprochen wurde, dass es heute sicher hätte. Leider wieder nichts, also wechseln wir das Restaurant und erhalten diesmal einen Riesenteller mit Ruccola, Sherrytomaten und Parmesanschnipsel  – und darunter verbirgt sich das ganze Fleisch. Es war einfach Klasse.

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