JHW – 11. Etappe Les Rochats-Ste-Croix

von | 28. Jul, 2022 | Jura-Höhenweg, Weitwandern | 0 Kommentare

Die  11. Etappe Les Rochats-Ste-Croix beginnt vor der Haustür von Les Rochats. Kaum gestartet, taucht der Weg in den Wald. Bei der ersten Lichtung liegt Creux de la Pey. Danach kommen wir an der Bushaltestelle Romairon, Les Rochats Bif. vorbei und wandern ein Stück auf der Strasse bis nach Combaz. Dort geht es wieder auf Weiden weiter, wo erneut ein kurzer Aufstieg im Wald folgt. Der Weg ohne nennenswerte Steigungen führt für rund anderthalb Stunden durch weitere Waldabschnitte und Juraweiden. 

Wir beschliessen, uns unter einen der Bäume zu setzen und unser Mittagessen zu verzehren – die Kühe sind gerade in die andere Richtung unterwegs. Doch plötzlich sind sie wieder da, beäugen uns und einige kommen ziemlich nahe, weil sie partout über unsere Decke laufen wollen. Ich übe mich in Überzeugungsarbeit, d.h. ich versuche, sie weg zu schubsen. Nicht ganz so einfach, aber es gelingt.

Nach diesem kleinen Intermezzo wandern wir weiter bis nach la Cruchaude. Hier beginnt dann der Aufstieg Richtung Chasseron. Zuerst noch im Wald, werden die Bäume ab gut 1350 Metern immer weniger. Dafür häufen sich die Trockensteinmauern und wer Glück hat, entdeckt die eine oder andere Gämse, wir hatten leider Pech.

Auf 1607 Metern haben wir den dritthöchsten Schweizer Juragipfel erreicht: den Chasseron. Zu Füssen liegen uns der Neuenburger- und weiter südlich der Genfersee. Dahinter reihen sich am Horizont über 250 Kilometer Alpengipfel aneinander, wenn man sie dann sehen kann. Wir können sie nur erahnen.

Wir übernachten im Hotel Chasseron, herrliche Aussicht, was will man mehr. Das Zimmer ist wirklich gut, die Auswahl beim Essen nicht so gross und das Frühstück findet neben den Wanderschuhen statt – nicht gerade das, was man sich unter einem Hotel vorstellt. Nach dem Abendessen können wir dann auch noch einen Blick auf den Mont Blanc erhaschen, welcher kurze Zeit sichtbar ist.

Am Morgen folgen wir dem Weg entlang der Krete, welcher zuerst hinab dann nochmals etwas hinauf zum Petites Roches führt. Hier haben wir das Glück und sehen eine Gämse, sie ist allerdings ein Stück weiter unten, also auf unserem Foto ziemlich klein.

Weiter geht es hinunter bis les Avattes. Überall sind hier Skilifte, welche zum Skigebiet von Les Rasses-Ste-Croix gehören. Von da aus wandern wir auf einer Waldstrasse bis Les Praisses. Über einen letzten schönen Weg, umgeben von alten Baumbeständen, haben wir kurz darauf Sainte-Croix erreicht.

Sainte-Croix liegt auf einer sonnigen und geschützten Terrasse in der waadtländischen Juralandschaft. Weltbekannt wurde die Ortschaft durch den Genfer Uhrmacher Antoine Favre, welcher hier 1796 die Musikdose erfand. Ab 1811 bis Ende der 19. Jahrhundert wurde Sainte-Croix zum Weltzentrum für Musikdosenfabrikation und der Musikautomaten. Das Museum CIMA zeigt heute noch eine einzigartige Sammlung davon und gibt Einblicke in die Handwerkstradition.

Routenverlauf

Les Rochats-Combaz-La Cruchaude-Chasseron-Petites Roches-Les Praisses-Sainte-Croix

Länge: 19 km  Dauer: 6 h

Aufstieg: 780 m, Abstieg: 880 m

 

Nützliche Links

Die detaillierten Beschreibungen dazu finden sich auf wandersite.ch/Jura-Höhenweg sowie Kartenmaterial und weitere Details auf schweizmobil.ch/de/wanderland/route-05.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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